Vermisster Sebastian
Kripo bittet um Mithilfe
Die Polizei bittet Touristen und Einheimische um Fotos oder Videos vom Tag des rätselhaften Verschwindens des 10-jahrigen Sebastian am Strand von Witdünn.
Aufnahmen, die am 1. Juli zwischen 12.00 und 20.00 Uhr im Bereich des Spielplatzes Piratenschiff am Strand von Wittdün entstanden, sollten in digitalisierter Form der Kripo in Niebüll gemailt werden
(niebuell.kpast@polizei.landsh.de).
Zeugen, die persönlich zur Polizei in Nebel auf Amrum gehen wollen, wurden gebeten, ein USB-Kabel (für die Kamera) oder Datenträger (etwa SD-Karte oder Stick) mitzunehmen.
Die Ermittler hoffen bei der Suche nach Sebastian auch auf die Hilfe der Fernsehzuschauer. Der Fall des Zehnjährigen aus Wien ist am Mittwoch Thema in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ (4. Juli, 20.15 Uhr), wie die Verantwortlichen der Sendung am Dienstag mitteilten.
Zur besseren Erinnerung hier nocheinmal die Schilderung des Falles:
Fahndung auf Amrum
Vermisster Junge: Polizei bittet um Fotos und Videos
Im Fall des vermissten Sebastian bittet die Polizei um Mithilfe: Aufnahmen vom 1. Juli am Strand von Wittdün sollen an die Kripo gemailt werden.
Husum/Kiel. Verzweifelte Suche nach Sebastian: Nach dem rätselhaften Verschwinden des Zehnjährigen auf der Nordseeinsel Amrum hat die Polizei auch am Dienstag noch keinen Hinweis auf das Schicksal des Urlauberkindes aus Österreich gefunden. Aber: „Wir geben nicht auf. Wir greifen jede Spur auf“, betonte Polizeisprecherin Kristin Stielow. Es hätten sich zwar mehrere Menschen bei der Polizei gemeldet, aber es gebe nichts Konkretes. „Das macht es so wenig greifbar.“ Stielow betonte: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Denkbar sei ein Unglück, aber auch ein Verbrechen sei nicht auszuschließen.
Verzweifelte Suche nach Sebastian geht weiter
Die Polizei bittet Touristen und Einheimische um Fotos oder Videos vom Tag des rätselhaften Verschwindens. Aufnahmen, die am 1. Juli zwischen 12.00 und 20.00 Uhr im Bereich des Spielplatzes Piratenschiff am Strand von Wittdün entstanden, sollten in digitalisierter Form der Kripo in Niebüll gemailt werden (niebuell.kpast@polizei.landsh.de).
Zeugen, die persönlich zur Polizei in Nebel auf Amrum gehen wollen, wurden gebeten, ein USB-Kabel (für die Kamera) oder Datenträger (etwa SD-Karte oder Stick) mitzunehmen.
Die Ermittler hoffen bei der Suche nach Sebastian auch auf die Hilfe der Fernsehzuschauer. Der Fall des Zehnjährigen aus Wien ist am Mittwoch Thema in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ (4. Juli, 20.15 Uhr), wie die Verantwortlichen der Sendung am Dienstag mitteilten.
Suche nach vermisstem Zehnjährigen läuft auf Hochtouren
Sebastian war am späten Sonntagnachmittag zuletzt nahe des Ortes Wittdün gesehen worden. Dort hatte er auf einem „Piratenschiff“ eines Strandspielplatzes gespielt. Zeugen wollen den blond gelockten Zehnjährigen kurz vor seinem Verschwinden gegen 18 Uhr mit einem anderen blonden Jungen gesehen haben. Die Polizei suchte daraufhin nach einem Kind namens Lukas. Ein Lukas meldete sich am Dienstag auch bei den Beamten. Doch die Hoffnung, dass er weiterhelfen könnte, zerschlug sich schnell.
Lukas hatte zwar mit Sebastian auf dem Schiff gespielt, war aber deutlich vor 18 Uhr von dem Spielplatz weggegangen. Die Polizei sucht deshalb weiter nach einem möglicherweise anderen blonden Jungen, der Sebastian danach noch getroffen haben könnte. „Vielleicht hat Sebastian dem Kind erzählt, was er noch vorhatte, oder dass er vielleicht jemanden kennengelernt hat“, sagte Stielow. „Wir greifen nach jedem Hinweis, der irgendwie helfen kann.“
Die Polizei veröffentlichte zudem Fotos von Sebastian im Internet. „Die Bilder sollen weltweit zu sehen sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sebastian irgendwie aufs Festland gekommen ist“, sagte Stielow. „Wir hoffen, dass alle Ausschau nach Sebastian halten.“ Der Junge war zuletzt mit einem blauen Langarmshirt aus Fleece und einer Jeans bekleidet und barfuß unterwegs.
Der Spielplatz liegt nur einige hundert Meter von dem Ferienhaus entfernt, in dem der Junge nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung mit seinen Eltern und seiner Schwester Urlaub machte. Sebastians Mutter sagte dem Blatt: „Mein Junge wurde Opfer einer Straftat.“ Auf der Insel wird aber auch spekuliert, dass der Junge möglicherweise ins Wasser ging und nicht mehr ans Ufer kam. Zum Zeitpunkt von Sebastians Verschwinden herrschte aber Niedrigwasser. „Außerdem konnte er gut schwimmen“, sagte die Mutter der Zeitung.
Nach dem Zehnjährigen war bis Montagabend zu Wasser, an Land und in der Luft gesucht worden. Drei Rettungseinheiten der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (GZRS) waren im Einsatz. Die Suche wurde über die Insel hinaus auf die Halligen und Föhr ausgedehnt. Die Polizei setzte außerdem Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Spürhunde ein.
Eine Sprecherin der Freiwilligen Feuerwehr auf Amrum berichtete, dass die Einsatzkräfte auch von vielen Insulanern unterstützt würden: „Hier sind sehr viele Menschen, die etwas tun wollen und mitsuchen.
mit Material von dpa und dapd, Quelle: abendblatt.de

