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Verwirrung um Aufenthaltsort des entführten Elias
MÜNSTER/VREDEN Die Odyssee von Elias geht womöglich weiter: Der in die Türkei entführte Sechsjährige wohnt möglicherweise nicht mehr in dem Ort nahe Ankara, der den deutschen Behörden bekannt ist. Die Staatsanwaltschaft rätselt über den Verbleib des Jungen.
„Wir haben gehört, dass sein Vater ihn zu anderen Verwandten gebracht haben soll“, sagt Heribert Beck, Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster. Ob dies tatsächlich stimme, sei ungewiss. „Wir haben keine neuen Erkenntnisse zu seinem Aufenthaltsort“, so Beck.
Der leibliche Vater des Jungen, ein türkischer Taxifahrer aus Münster, hatte Elias im August 2011 bei einem Besuch entführt. Nach monatelanger Ungewissheit über seinen Aufenthaltsort war das Kind, das mit seiner Mutter und seinem Stiefvater mittlerweile in Vreden lebt, bei Verwandten seines Vaters in der Nähe von Ankara aufgetaucht.
2000 Euro für Suche
Der münstersche Verein „Hilfe für Elias“ unterstützt die Mutter weiter bei der Suche nach ihrem sechsjährigen Sohn. Mit einem Spenden-Flohmarkt in der Theresienschule sammelten die Mitglieder am Samstag erneut Geld.
Knapp 2000 Euro hat der Verein „Hilfe für Elias“ bei einem Flohmarkt am Samstag für den von seinem Vater entführten Elias gesammelt. Spielsachen, Kleidung, Kuscheltiere und DVDs, die Kinder und Eltern der Theresien-Grundschule gespendet hatten, standen im Foyer der Schule zum Verkauf.
„Es ist toll, dass die Leute so viel gegeben haben“, sagte Katharina Noel, Mitbegründerin des Vereins. „Man merkt richtig, wie das ganze Stadtviertel zusammenhält.“
Schon eine Stunde vor Beginn vor Ort
„Wir wollen Elias’ Familie natürlich finanziell unterstützen, aber es ist auch eine unglaublich große mentale Unterstützung, wenn man sieht, wie viele Menschen hier zusammengekommen sind und helfen wollen“, sagt Sandra Furth, eine der drei Organisatorinnen des Flohmarkts. „Elias’ Familie betont immer wieder, wie dankbar sie für die Spenden und die Unterstützung ist.“
Auch bei den Besuchern fand die Aktion großen Zuspruch. Die ersten Käufer waren schon eine Stunde vor Beginn des Flohmarkts vor Ort. „Ich finde diese Aktion super. Sie ist absolut zu unterstützen“, sagte eine Mutter, die für ihre kleine Tochter einen ganzen Stapel Brettspiele gekauft hatte.
Quelle: muensterlandzeitung.de

Hallo Simone,
immer wieder bekommen wir zu diesem Fall solche Kommentare und können es selbst nicht nachvollziehen. Auf den von dir angesprochenen Artikel haben wir nachfolgendes bei Facebook gepostet, was aber durch den Betreiber von “Findet Elias” gelöscht wurde.
Hier der Kommentar bei Facebook:
Es tut uns leid, aber wir können diese Form der Berichterstattung immer weniger verstehen. Gerade bei Entführungen in arabische Länder ist es von größter Bedeutsamkeit deren Kultur, deren Mentalität und deren Religion mit der damit verbundenen Rechtsprechung zu beachten um eine erfolgreiche Rückführung zu vollziehen. Mit ständig wiederkehrenden Aussagen, wie auch hier… Dietmar Lütkemeyer, …. nach seinem Sohn Elias zu unterstützen!…. werden Sie sicherlich die Situation nicht vereinfachen. Selbst ein Türkisches Gericht wird im Rahmen eines HKÜ Verfahrens solche Aussagen als negativ werten, wenn nicht sogar als Ablehnungsgrund für ein HKÜ anführen. Nach der arabischen Kultur und der islamischen Religion, somit zu deren Auffassung, gehört ein Junge in diesem Alter zum Vater und zwar zum leiblichen Vater. Solange hier nicht mit mehr Fingerspitzengefühl gearbeitet wird und andauernd Herr Dietmar Lütkemeyer als „Vater“ bezeichnet wird, wie auch ständig in der Presse auftaucht, werden die Chancen für eine Rückführung sicherlich nicht steigen.
Hallo.
Ich verfolge diesen Fall nun schon seit beginn an und bin wie andere hier über die Vorgehensweise der Eltern irritiert. Heute wurde ich bei Facebook auf einen Artikel aufmerksam mit Auszugsweise folgendem Inhalt:
….Es ist geplant, einen Teil der Einnahmen Dietmar Lütkemeyer, der sich als Jugendtrainer für unseren Verein engagiert, zukommen zulassen, um so die Suche nach seinem Sohn Elias zu unterstützen! ….
Wer ist denn nun der leibliche Vater? Bei solchen Artikeln ist es nicht verwunderlich, wenn eine Rückführung nicht gelingt und der Vater immer wieder mit dem Kind untertaucht. Das ist schon eine schriftlich dargelegte Vater-Kind-Entfremdung. Vergangene Artikel erhärten dies. Die Familie Lütkemeyer sollte auch vorsichtig sein, dass sich das Interesse an diesem Fall nicht in das Gegenteil wandelt, wie es bei einer Rückführung aus Tunesien schon der Fall war. Hierbei gab es nachher mehr Sympathien für den kindesentführenden Vater als für die deutsche Mutter. Mir scheint es als sei die Familie schlecht beraten.