Vater entführt seine beiden Töchter
Betreuer mit Messer bedroht
Kindesentführung: Ein Vater mit eingeschränktem Besuchsrecht hat einen Betreuer des Jugendamtes bedroht und ist mit seinen Töchtern verschwunden. Die Kinder hat man gefunden. Vom Vater fehlt weiter jede Spur
Wie die Polizei mitteilte, ist es am Freitag Abend, 20. Juli, in Traunreut zu einer Kindesentführung gekommen. Ein 30-jähriger Vater mit eingeschränktem Besuchsrecht für seine leiblichen Kinder hat gegen Ende der zweistündigen Besuchszeit – es war etwa 16.30 Uhr – einen Betreuer des Jugendamtes Traunstein mit einem Messer bedroht. Anschließend ist er mit seinen beiden fünf und sechs Jahre alten Töchtern verschwunden. Das ist wohl der Alptraum aller Mütter.
Gegen Abend informierte das Jugendamt Traunstein dann die Polizei. Sofort lief eine groß angelegte Suchaktion an. Die beiden Mädchen wurden schließlich am Samstag Vormittag, 21. Juli, bei ihrer Großmutter gefunden. Der junge Mann hält sich derzeit an einem unbekannten Ort auf. Die Suchmaßnahmen der Polizei laufen auf vollen Touren.
Nach bisherigen Erkenntnissen hat der 30-jährige ein gerichtlich verfügtes, eingeschränktes Besuchsrecht für seine 5 und 6 Jahre alten Töchter. Beim Treffen am Freitagabend gegen 16.30 Uhr in Traunreut war ein vom Jugendamt bestellter Betreuer zugegen. Während der Kontaktzeit, das auf zwei Stunden beschränkt ist, bedrohte der Vater den Betreuer und nötigte ihn, ihm die Kinder zu überlassen. Den Angaben des Betreuers zu folge hatte der Traunreuter ein Messer gezückt, das aber bei der Absuche des Spielplatzes nicht aufgefunden wurde. Dieser Drohgebärde hatte der Betreuer nichts entgegen zu setzen und der Vater entfernte sich zu Fuß mit seinen beiden Kindern vom Spielplatz.
Die Suchmaßnahmen wurden unverzüglich aufgenommen. Am Samstagmorgen, um 10.45 Uhr, wurden die beiden Mädchen bei ihrer Großmutter angetroffen.
Die Fahndung nach dem Vater der Mädchen im Großraum Traunreut dauert an.
Aktuell sind Diensthundeführer, Kräfte der Bereitschaftspolizei und auch der Polizeihubschrauber in die Suche eingebunden.
Quelle: wochenblatt
